Bei der Digitalisierung der Infrastruktur nicht den Anschluss verlieren

Die Jungen Liberalen Aachen-Stadt fordern den Ausbau eines flächendeckenden,
intelligenten Verkehrsleitsystems in der Stadt Aachen. Ein solches
Verkehrsleitsystem auf Basis von Datenerfassung und -verarbeitung in Echtzeit
ermöglicht eine bedarfsgerechte Ampelschaltung. So werden der
Mobilitätskomfort durch einen optimierten Verkehrsfluss erhöht, sowie
Fahrzeiten als auch die Lärm- und Schadstoffemissionen deutlich verringert.

Attraktive Parkkonzepte für Bewohner und Besucher der Stadt Aachen

Die Jungen Liberalen Aachen-Stadt fordern attraktive Parkmöglichkeiten für
Anwohner und Besucher der Stadt Aachen. Hierzu fordern wir den Ausbau des
bestehenden Park & Ride-Konzeptes inklusive kostenfreiem Parken,
ausreichenden Stellplätze und der Option eines vergünstigten Bustickets. Wir
lehnen abrupte oder unverhätnismäßige Preissteigerungen für Anwohnerparken
ab und fordern, die maximale Parkdauer in der Innenstadt auf 3 Stunden zu
erhöhen. Zusätzlich soll ein 24-Stunden-Ticket an ausgewählten Stellen in der
Stadt eingeführt werden.

Verkehrsinfrastruktur im Westen der Aachener Innenstadt sicherstellen

Die Jungen Liberalen Aachen-Stadt fordern die sofortige Öffnung des
Templergrabens für den Automobilverkehr, um die Verkehrsinfrastruktur im
Westflügel der Stadt wiederherzustellen. Als Alternativkonzept wird die
Pontstraße als öffentlicher Platz mit vollständiger Verkehrs- und Busumleitung
vorgeschlagen. Unser Verkehrskonzept sieht vor, die Pontstraße zwischen der
Kreuzherrenstraße und der Saarstraße dauerhaft und baulich zu sperren, das
Reallabor aufzulösen und den Templergraben für den Automobil- und Busverkehr
wieder freizugeben. Zusätzlich soll die Einbahnstraße in der Malteserstraße
umgekehrt und die Wüllnerstraße über ihre gesamte Länge als ZweirichtungsStraße genutzt werden. Der Busverkehr wird über die Wüllnerstraße und
Malteserstraße umgeleitet.

Begründung

Derzeit wird die Infrastruktur durch Verkehrsblockaden wie das Reallabor, der
Vollsperrung der Turmstraße ohne Behelfsbrücke und der Sperrung des
Annuntiantenbachs massiv beeinträchtigt. Der einzige Umweg über die Prof.
Pirlet Str. führt zu immensen Verkehrsbehinderungen und Staus am
Westbahnhof, auch der Radverkehr wird an diesen Stellen zu Stoßzeiten stark
behindert. Das Reallabor ist zudem durch den dortigen Busverkehr nicht völlig
verkehrsberuhigt, weshalb die Eignung als öffentlicher Platz nicht gewährleistet
ist.
Als Alternative wird daher die Etablierung eines tatsächlich vom Auto- und
Busverkehr befreiten Platzes in der Pontstraße vorgeschlagen. Die Pontstraße
würde sich aufgrund der dort vorhandenen Gastronomiebetriebe, ihrer
Bekanntheit als Ausgehstraße und der tatsächlichen Verkehrsberuhigung
deutlich besser als öffentlicher Platz eignen als das Reallabor am Templergraben.
Insgesamt stellen diese Maßnahmen einen großen und nachhaltigen Effekt dar,
da sie mit relativ wenig Aufwand realisiert werden können und möglichst viele
Bürgerinnen und Bürger in ihren Bedürfnissen zufriedenstellen. Sie verbessern
den Verkehrsfluss und reduzieren Staus und Behinderungen im Westflügel der
Stadt. Durch die Umwandlung der Pontstraße in einen öffentlichen Platz würde
zudem eine attraktive Freizeitmöglichkeit geschaffen, in der sich Fußgänger frei
und unbeschwert bewegen könnten. Zudem wäre die Nutzung von Teilen der
neu gewonnen Fläche durch die Gastronomiebetriebe möglich, diese würden
damit ebenfalls von der Verkehrsberuhigung profitieren.

Durch Flächennutzungsplan die Zukunft Aachens sicherstellen

Die Jungen Liberalen Aachen-Stadt fordern das der Stadtrat der Stadt Aachen die
benötigten Flächen für Wohnungsbau von 199 ha, die im Quaestio Gutachten für
die Stadt Aachen ermittelt wurden, als Untergrenze ausweist. Nach dem FNP
Aachen*2030 bleibt ein nicht gedeckter Bedarf von 94 ha übrig. Zudem soll die
Stadt Aachen Flächen, die Sie als realistisch nutzbare
Innenentwicklungspotenziale sehen, gutachterlich plausibilisieren.
Des Weiteren fordern wir die statistische Erhebung der Aufstockungsanträge
mindergenutzter Grundstücke. Da wir vermuten, dass viele Hausbesitzer
aufstocken wollen, durch die Flächennutzungspläne aber daran gehindert
werden. Diese Flächennutzungspläne sollten umgehende angepasst werden.

 

Begründung:

Die Stadt Aachen gefährdet mit dem Flächennutzungsplan AACHEN*2030 die
Zukunft des Wohnungsbaumarktes in Aachen. Zwar will die Stadt bezahlbaren
Wohnraum für alle Einkommensschichten, versteht aber nicht, dass das nicht
ausweißen von Flächen Deutschlandweit für eine nominalen Preisanstieg von
27% im Zeitraum 2000 bis 2014 verantwortlich war. Dieser Trend hat sich durch
die falschen Prognosen des Bevölkerungswachstums in der ganzen
Bundesrepublik verschärft. Verschärfen werden sich die Zustände in Aachen
weiterhin, wenn die Ausweisung der benötigten Flächen nicht stattfindet.
Viele Ein- und Mehrfamilienhausbesitzer haben das potenzial der Aufstockung
ihrer Immobilien erkannt. Die in vielen älteren Gebäuden befindlichen
Trockenräume unter dem Dach werden nicht mehr gebraucht, weshalb diese mit
einer meist halbetagigen Aufstockung eine neue Wohneinheit ergeben könnten.
Das hat auch die Stadt erkannt, dennoch werden die meisten dieser Anträge
abgewiesen, da die Flächennutzungspläne eine Aufstockung nicht erlauben. Um
dies dem Fachbereich Bauaufsicht und dem Stadtrat zu verdeutlichen, erwarten
wir eine statistische Erhebung dieser Anträge und deren Ablehnungsquote.