Durch Flächennutzungsplan die Zukunft Aachens sicherstellen

Die Jungen Liberalen Aachen-Stadt fordern das der Stadtrat der Stadt Aachen die
benötigten Flächen für Wohnungsbau von 199 ha, die im Quaestio Gutachten für
die Stadt Aachen ermittelt wurden, als Untergrenze ausweist. Nach dem FNP
Aachen*2030 bleibt ein nicht gedeckter Bedarf von 94 ha übrig. Zudem soll die
Stadt Aachen Flächen, die Sie als realistisch nutzbare
Innenentwicklungspotenziale sehen, gutachterlich plausibilisieren.
Des Weiteren fordern wir die statistische Erhebung der Aufstockungsanträge
mindergenutzter Grundstücke. Da wir vermuten, dass viele Hausbesitzer
aufstocken wollen, durch die Flächennutzungspläne aber daran gehindert
werden. Diese Flächennutzungspläne sollten umgehende angepasst werden.

 

Begründung:

Die Stadt Aachen gefährdet mit dem Flächennutzungsplan AACHEN*2030 die
Zukunft des Wohnungsbaumarktes in Aachen. Zwar will die Stadt bezahlbaren
Wohnraum für alle Einkommensschichten, versteht aber nicht, dass das nicht
ausweißen von Flächen Deutschlandweit für eine nominalen Preisanstieg von
27% im Zeitraum 2000 bis 2014 verantwortlich war. Dieser Trend hat sich durch
die falschen Prognosen des Bevölkerungswachstums in der ganzen
Bundesrepublik verschärft. Verschärfen werden sich die Zustände in Aachen
weiterhin, wenn die Ausweisung der benötigten Flächen nicht stattfindet.
Viele Ein- und Mehrfamilienhausbesitzer haben das potenzial der Aufstockung
ihrer Immobilien erkannt. Die in vielen älteren Gebäuden befindlichen
Trockenräume unter dem Dach werden nicht mehr gebraucht, weshalb diese mit
einer meist halbetagigen Aufstockung eine neue Wohneinheit ergeben könnten.
Das hat auch die Stadt erkannt, dennoch werden die meisten dieser Anträge
abgewiesen, da die Flächennutzungspläne eine Aufstockung nicht erlauben. Um
dies dem Fachbereich Bauaufsicht und dem Stadtrat zu verdeutlichen, erwarten
wir eine statistische Erhebung dieser Anträge und deren Ablehnungsquote.